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Wilkommen bei Holger Knaak
Wilkommen bei Holger Knaak 2019-11-28T12:10:44+00:00

 

Willkommen auf meiner Seite.
Hier erfahrt ihr einige vielleicht interessante Dinge über mich als Stadtbezirksbeirat für DIE LINKE in Dresden-Neustadt, als Kulturmanager in der Neustädter „Szene“, als Historiker und als Menschen, der sich für vieles interessiert.

Zu meiner politischen Einstellung nur ganz kurz: ich bin 2012 in DIE LINKE eingetreten, weil ich von der sog. „neoliberalen Politik“ die Schnauze voll hatte. Wohin diese Politik führt, dürfte mittlerweile allen klar sein. Wer es genauer wissen will, dem sei  Naomi Kleins „Die Schocktherapie“ wärmstens als Lektüre empfohlen. Neu ist das alles nicht – die Geschichte ist voll von Beispielen, was passiert, wenn sich in der Besitz nur in den Händen Weniger konzentriert, während die breite Masse verarmt. Am Ende stand und steht immer: Niedergang des politischen Gemeinwesens, soziale Verelendung, außenpolitische Abenteuer, um von inneren Konflikten abzulenken. Am Ende (Bürger-) Kriege und Niedergang der Zivilisationen.
Als Historiker bin ich aber auch skeptisch, was „einfache Antworten“ angeht. An Stelle von Ideologie egal welcher Färbung benötigen wir ausgefeilte und ständig neu anzupassende „check and balances“, um soziale Gerechtigkeit und erfolgreiche Wirtschaft, Umweltschutz und technischen Fortschritt, effizientes Regieren und möglichst viel Bürgerbeteiligung miteinander zu vereinbaren. Hier ist in den letzten 30 Jahren Einiges ins Ungleichgewicht geraten und die Folgen der „neoliberalen Wende“ bedrohen mittlerweile nicht nur das Weltklima sondern auch die repräsentative Demokratie an sich. Und wer sich nicht ständig „cui bono?“ (Wem nützt etwas?) fragt und in größeren Zusammenhängen denkt, kann unfreiwillig zum Erfüllungsgehilfen einer Politik werden, die er eigentlich bekämpfen will. Der marxistische Postmodernismus-Kritiker Hartmut Krauss hat es prägnant formuliert:

„Zum andere bedeutet diese Postmodernisierung des Kapitals, dass es sich nichtwestlichen Herrschaftskulturen gegenüber öffnet und mit diesen strategische Allianzen auf ökonomischem, militärischem und politischem etcetera Gebiet eingeht. Dazu gehört natürlich auch ein ausgeprägter soziokultureller Verharmlosungsdiskurs bezüglich des antiemanzipatorischen Charakters dieser neuen Bündnispartner. So verhält sich die spätkapitalistische Elite also zunehmend nihilistisch gegenüber den Grundinhalten der eigenen, westlich gewachsenen, antifeudalen und antimittelalterlichen Leitkultur und bürdet den einheimischen Bevölkerungen die sozialen Folgekosten dieser neuen globalen Herrschaftsstrategie in Gestalt von Zuwanderungsghettos, Parallelgesellschaften, Sozialdemontage, höheren Abgabelasten, Alimentierung menschenrechtsfeindlicher Sozialmilieus etcetera auf. […] Dabei nutzt sogar die postmoderne Elite das überkommene Rechts-Links-Schema, um Verwirrung zu stiften und praktisch-kritische Widerstandsimpulse zu ersticken. Wer sich der neuen kapitalistischen Verbündungsstrategie mit nichtwestlich-despotischen Herrschaftsträgern und deren religiösen Leitkulturen widersetzt und den wachsenden Migrationsimport zusätzlicher reaktionärer Denk- und Verhaltensweisen kritisiert, wird als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „rechtslastig“, „islamophob“ etcetera gebrandmarkt. Wer demgegenüber als willfähriger Handlanger und Schönredner eingewanderter Repressionskulturen und deren totalitären Ideologien fungiert, gilt – in moralischer Ausbeutung einer noch nachwirkenden naiv-unkritischen Internationalismusideologie – als „fortschrittlich“, „aufgeschlossen“ beziehungsweise als „toleranter Gutmensch“. (Hartmut Krauss, Interview auf Telepolis).